Passo di Tremalzo…

By , August 15, 2009 11:36 am
Natürlich haben wir die letzten Wochen nicht nur damit verbracht, an unserer Kiste zu bauen. Wir haben auch unseren "Ross" mal durch richtiges Gelände fahren lassen. Da wir an meinem Geburtstag am Gardasee waren, wollten wir neben Klettern auch mal einen alten Alpenpass fahren. Unsere Wahl fiel auf den Passo di Tremalzo, einer alten Militärstraße, die von Vesio am Gardasee wegführt und bis nach Tremalzo geht! Angeblich handelt es sich bei diesem Pass um die zweitschwerste Kategorie (4-5) auf einer Skala von 1-5, die man in den Alpen fahren kann. So zogen wir also frohen Mutes und bei super Wetter los und fuhren von Arco in Richtung Brescia. Nach ca. 10 km ging es vom Gardasee in Richtung Vesio durch ein sehr enge verwunschene Schlucht. Die touristische Straße war maximal 3 Meter breit. So wurde es an den wenigen Ausweichpunkten doch ziemlich eng und ohne gegenseitige Kommunikation war an ein Weiterkommen nicht zu denken! Durch die dichte Vegetation, den Bach und die hohen Steilwände, hatte man wirklich das Gefühl, dass man in einer anderen Welt war! Nach ca. 3 km öffnete sich die Schlucht wieder, und es ging weiter nach Vesio! Von dort fuhren wir dann in Richtung Südflanke des Tremalzopasses. Die Straße war zu Beginn noch asphaltiert, aber an der Abzweigung zum eigentlichen Pass änderte sich der Belag. Wir fuhren über eine "gut" befestigte Straße, deren Untergrund mal aus groben Pflastersteinen und die meiste Zeit aus Schotter bestand. In engen Serpentinen windet sich der Pass den Berg hinauf. Die Steigungen waren meistens moderat, Bodenwellen, die Breite der Straße, Tunnel und auch große Steine waren hier die größte Herausforderung. Zu Beginn traute ich mich nicht, mich ans Steuer zu setzen. Das war auch gut so, denn ein ziemlich großer Felsbrocken versperrte die Weiterfahrt. Mein lieber Freund zirkelte das Auto knapp am Stein vorbei, wobei wir mit den Reifen doch knapp an den Abgrund kamen und die Motorhaube mal ziemlich frei in der Luft hing. Ich traute mich später dann ans Steuer und bezwang wohl mit den schwersten Part des Passes. Enge Serpentinen, die man nicht in einem Zug fahren konnte, sowie enge Tunnel, in denen die Decke zum Teil eingefallen war und hohe Bodenwellen in den Tunnelboden geschlagen hatten. Wir trafen auf der ganzen Tour nur einen kleinen Toyota, der uns mit zwei freundlichen Italienern überholte, als wir an einem schönen Aussichtspunkt die Landschaft genossen. Wir haben uns sehr gewundert, dass die es geschafft haben, und es gab uns auch etwas Zuversicht, denn warum sollten wir mit unserem Geländewagen etwas nicht schaffen, was ein handelsüblicher Kleinwagen schafft. Wir wollen aber nicht wissen, wie oft der Unerboden Bodenkontakt hatte und wie sehr die Kupplung gelitten hat. Auch kamen uns viele Mountain-Biker entgegen, die die einfach zu fahrende Nordflanke hochfuhren, um dann "downhill" an der Südflanke ihr Können zu beweisen. Wir fanden die Tour Klasse und sind überzeugt, das wir mit "Ross" auch noch deutlich schwere Passagen meistern können!

Dach – die Vorbereitungen

By , August 11, 2009 2:30 pm
Endlich haben wir eine Lösung für das Dach gefunden! Wir werden es aus Alu-Riffelblech aus einem Stück fertigen. Mit einer Stärke von 2,5/4mm. Letze Woche wurde die Platte im handlichen Format von zwei mal vier Metern geliefert. Der Vater unserer temporären Mitbewohnerin hat uns angeboten, das Dach in seiner Firma zu fertigen. Er hat eine entsprechend große Abkantbank und zu allem Überfluss können wir dort das Monstrum ganz entspannt per Laser schneiden. Der einzige kleine Wehrmutstropfen ist, dass die Maschinen knapp vier Stunden von uns entfernt sind. Aber da wir letztes Wochenende eh vor hatten dort hin zu fahren, haben wir das Blech gleich mitgenommen. Für eine zwei mal vier Meter Palette ist unsere Ladefläche dann doch ein Stückchen zu klein. Also haben wir die Kiste so wie sie jetzt ist auf die Pritsche montiert und die Palette samt Blech auf das Dache geschnallt. Unterwegs haben wir dann festgestellt, dass ein Kantenschutz in Verbindung mit einem Spanngurt durchaus sinnvoll sein kann. Die unbehandelte Kante des Alkoven hat kurzer Hand einen Spanngurt durchtrennt. Wir hatten Glück, dass nichts weiter passiert ist. Das Päckchen bleib da wo es hin gehört (Redundanz schadet auch beim Verspannen nicht …) und auch die Ratsche hat sich vorbildlich verhalten - blieb an Ort und Stelle an statt auf den Lack zu fallen. So bald ich es zeitlich einrichten kann, werde ich mich auf den Weg machen und das Dach fertig machen. Es wird eine große Dachluke ebenfalls aus Alu bekommen. Nur ein Stückchen geöffnet sollte sie auch leichten Regen abhalten können und ganz aufgeklappt vom Bett aus den Blick auf den Himmel frei geben. Eine Dichtung ungefähr 10 mm über dem Niveau des Dachbelags soll dann das Innere trocken halten. Update Oktober: die Dachluke ist im Detail dann doch völlig anders geworden als auf der Zeichnung. Die Dichtung sitzt auf dem Niveau der Dachhaut und dahinter kommt noch mal eine Erhöhung von 10 mm, die Wasser, falls es aus irgendwelchen Gründen durch die Dichtung gedrückt wir den Weg ins Innere Versperrt.

Tür und Tor

By , August 3, 2009 2:44 pm
Der Unterteil der Kiste ist jetzt komplett verkleidet. Außer dem Dach (ja, leidiges Thema …) fehlt noch die Tür. Mit der haben wir am Wochenende begonnen. Ich muss sagen, dass die bis jetzt mit das Anspruchsvollste ist. Sie soll dicht sein und nicht allzu große Spaltmaße aufweisen – dabei aber auch nicht klemmen oder klappern. Für die Dichtigkeit wird eine Gummidichtung sorgen, wie sie sonst bei Fenstern verbaut wird. Diese sitzt auf einer Aluleiste. Wenn das alles mal fertig ist, wird durch diese Leiste ein Z-förmiger Spalt gebildet, in dessen Mitte die Gummidichtung all das draußen halten wird, was drinnen nichts zu suchen hat. Soweit die Theorie. Die Leiste samt Dichtung war recht einfach zu montieren – brauchte aber doch mehr Zeit, als ich dachte. Die Toleranzen sind hier doch deutlich kleiner als bei dem Rest der Kabine. Zu allem Überfluss war die Akkunietzange nicht in der Werkstatt und mir blieb nichts anderes übrig als alle Nieten – viele davon 6mm stark – von Hand zu ziehen. Zum Glück fand ich eine anständige Nietzange, die garantiert nicht jünger ist als ich, dafür aber von Baumarktqualität ganz weit entfernt ist. Die elektrische Nietzange weiß ich jetzt auf jeden Fall wieder sehr zu schätzen. Die Tür an sich ist vormontiert und braucht noch die Leisten für die Dichtung. Und natürlich noch ganz viel Anpassungsarbeiten sowie das Schloss incl. Schließmechanismus. Ein hübsches Schloss haben wir schon gekauft, den Mechanismus müssen wir noch bauen.

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