Klettern in Slovenien: Kotecnik

By , August 6, 2011 1:15 pm
Eigentlich gäbe es überhaupt gar keinen Grund, hierher zu kommen, wären da nicht versteckt im Wald ein paar Felsriegel. Der Kalk ist vom allerfeinsten, teils versintert, von geneigt bis überhängend. Um die 300 Routen vom fünften bis in den oberen achten Franzosengrad sind hier erschlossen. Die meisten Routen gibt es im sechsten und siebten Franzosengrad. Bis auf den ersten Sektor sind alle schön schattig im Laubwald, so dass es im Sommer nicht zu heiss wird. Kotecnik ist wohl nach Osp, wo es im Sommer zu heiss ist, das bekannteste Gebiet in Slowenien. Als wir hier ankamen, fanden wir uns verloren im Nirgendwo. Es gab einfach nichts ausser ein paar Bauernhöfen. Wir stellten uns auf einen schönen grossen Parkplatz in der Nähe des Gebiets und übernachteten erst mal hier, von den Besitzern des gegenüberliegenden Bauernhofes beäugt. Wie wir dann am nächsten Tag herausfanden, gibt es auf dem Bauernhof, durch den auch der Zustieg zu den Sektoren führt, ein Restaurant und man kann auf der Wiese Zelten. Nach dem Klettern bekommt man hier günstiges Bier, nach Vorbestellung auch etwas zu essen und freies Wlan. Das sich die Leute hier auf diese Art mit den Kletterern arrangieren ist eine jüngere Entwicklung. Bis vor kurzem führte der Zustieg an einem anderen Hof vorbei, dessen inzwischen verstorbene Besitzer Kletterer gerne mal mit einer Flinte von seinem Grundstück scheuchte. Der neue Zustieg ist etwas länger und scheint auch ein wenig unlogisch, ist aber zum Glück nicht mehr lebensgefährlich. Die Kletterei ist das auch nicht. Die Routen sind alle gut mit Klebehaken abgesichert. Keile und Friends können zu hause bleiben. Glatte Wände wechseln sich mit steilen teils Versinterten Henkelrouten ab. Wir waren jetzt fünf Tage hier und die Haut auf den Fingerkuppen hat deutlich gelitten. War sicher nicht unser letzter Besuch hier.  

One Response to “Klettern in Slovenien: Kotecnik”

  1. Stefan1 says:

    Hört sich gut an. 🙂 Bilder?

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