Klettern und im Meer planschen in Albanien / Climbing and taking a bath in the sea in Albania

By , September 23, 2011 10:34 pm

Zurück in Albanien ging es erst mal in Richtung Tirana. Um genau zu sein nach Bovilla, nördlich von Tirana. Dort gibt es einen hübschen Stausee und rings herum ganz viel Fels von recht guter Qualität. Vor einem Jahr wurden die ersten Sportkletterrouten hier erschlossen. Es gibt zwei Sektoren, einer mit plattigem grauem Kalk (schön wasserzerfressen) und einer mit rotem, versintertem Kalk. Es sind eigentlich nur die ersten Meter in nähe der Straße erschlossen. Hier können noch ganz schön viele Akkus leer gebohrt werden.

Kris hatte im Vorfeld Gerhard Duro über Facebook kontaktiert, den wir auch direkt nach unserer Ankunft am Fels trafen. Gerhard ist so etwas wie der Kopf der Kletterszene aus Tirana. Diese besteht aus sieben aktiven Kletterern. Wir schliefen in der Nähe des Sees und schauten uns am nächsten Tag den plattigen Sektor genauer an. Die Routen liegen hauptsächlich im Bereich 6a bis 6b. Name und Bewertung sind liebevoll am Fels angeschrieben.

Am nächsten Tag trafen wir uns mittags mit Gerhard in Tirana. Er war recht begeistert, als er erfuhr, dass wir eine Bohrmaschine mit uns haben und wollte uns zu einem noch nicht erschlossenen Gebiet im Dajti National Park führen. Leider versperrte uns recht früh eine Schranke die Weiterfahrt und auf einen langen Fußmarsch in der Mittagshitze hatten wir keine rechte Lust. Also fuhren wir weiter ins Brrar-Tal „wo man auch klettern kann“. Der untere Teil des Tals ist recht deprimierend. Hier wird überall im grossen Stil Kalk abgebaut. Ganze Berge sind schon verschwunden und die Gegend sieht nicht so recht aus, als wäre sie auf diesem Planeten. Weiter oben ist die Welt zum Glück noch in Ordnung. Beim ersten Anblick des Gebiets verschlug es mir erst mal den Atem. Hohe Wände, fast durchweg überhängend mit schönen Sintern. Ein paar wenige Routen sind eingebohrt. Die leichteste davon 6c, die härteren wohl irgendwas im 8. Franzosengrad. Der Fels ist extrem rauh und scharf. Das Gebiet muss vor nicht allzu langer Zeit von Italienern erschlossen worden sein. Mehr konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Ich hoffe nur, dass diese Ecke in naher Zukunft nicht auch noch weggesprengt wird.

Am Abend sind wir dann wieder zurück nach Bovilla an den Stausee gefahren, wo wir auf Katrin und Gebi aus Innsbruck trafen. Sie waren gerade angekommen. Wir tranken zusammen Bier und kletterten am nächsten Tag ein wenig. Kletterten noch ein wenig mehr, bohrten gemeinsam eine Route ein (Hochhofen, 6c), aßen lecker und hatten eine super Zeit zusammen.

Weil die Chemie stimmte, verbrachten wir noch einen Tag gemeinsam am Meer, wo wir auf einem verlassenem Campingplatz direkt am Strand schliefen, und versuchten noch, uns ein Klettergebiet in Mazedonien anzuschauen. Es regnete wie schon lange nicht mehr, und so schauten wir uns noch gemeinsam Skopje an, wo sich dann unsere Wege trennten.

Wir entspannen uns jetzt am Ohrid See bevor es wieder nach Albanien geht. Und im Oktober werden wir noch einen Versuch mit Mazedonien starten. Dann gibt es dort ein Kletterfestival.

 

Back in Albania we went to Bovilla in the north of Tirana. There is a nice artificial lake surrounded by lots of rock of high quality. In 2010 the first sports climbing lines were bolted here. There are currently two sectors at Bovilla lake – one with grey limestone (mainly slabs which are nicely made up by water) and the other with nice tufas. Currently only those sectors which are easily accessible via the road are bolted, but you could still drill and discover new lines for ages.

Kris had contacted Gerhard Duro via Facebook before their trip to Bovilla whom we met on our first day there as well. Gerhard is somehow the head of Tirana’s rock climbing scene, which consists of seven enthusiastic climbers. We slept close to the lake and started to discover the slabs next day. Most of the lines there are between 6a and 6b – No worries, name and grade are written down on each line.

The next day in Tirana we met Gerhard and one of his fellows, Klevi, a former trapeze artist,  climbs since three months, can „red point“ 6c. Gerhard was really enthusiastic that we have a drilling machine with us and wanted to introduce a non-bolted climbing area in Dajti National Park to us. Unfortunately, a bar blocked our way and we weren’t in the mood to do a one-hour hike in the heat of the sun at that moment to reach the crag. So we changed our plans and headed towards the Brrar Canyon. The ride tot he crag was quite shocking as the whole canyon seemed to be a limestone quarry. Entire mountains disappeared and the landscape seemed to be from another planet. But, fortunately, where the real crag started the quarry transformed into a nice canyon. The first view oft he crag took my breath – steep walls, mainly overhanging tufa. Only a few lines are bolting, starting with 6c, but the whole sector seems to be harder with a lot of potential in the upper 7th and 8th French grade. The rock is extremely sharp and craggy. Italians have bolted the area not long ago. Unfortunately, I don’t know more about the history of this jewel and really hope that the quarry exploration wouldn’t blast away this nice crag.

In the evening we went back to Bovilla where we met two Austrian climbers, Kathrin and Gebi. They have just arrived and we got along quite well, shared some beers, ate great Albanian food, discovered Tirana, climbed a few lines together and bolted „Hochofen“ (6c).  Actually, we had a great time together. So we also decided to spend some days on the beach after those exiting days in Bovilla and to discover a rock climbing area in Macedonia. But Macedonia welcomed us with a heavy thunderstorm. So we skipped climbing and went to Skopje, Macedonia’s capital. Unfortunately, Kathrin and Gebi had to head back home to Austria, so we had to say good-bye.

Currently we are relaxing at Lake Ohrid and will go back to Albania soon. Anyway, beginning October there will be a rock climbing festival in Demir Kapija Macedonia and we want to give it a try.

 

Mauricio Fernandez, Valentina Botero liked this post

2 Responses to “Klettern und im Meer planschen in Albanien / Climbing and taking a bath in the sea in Albania”

  1. gebi says:

    Hallo Joerg,
    hab ein paar Fotos von dir auf meiner Facebook Seite veröffentlicht, damit ein paar Bohrwütige infiziert werden. Hoff das geht in Ordnung?
    LG Gebi

  2. Joerg says:

    Gebi, kein problem. Dafür habe ich sie doch gemacht.
    LG J

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