Posts tagged: cabin

Feuer und Wasser

By , May 3, 2010 11:22 am

So langsam lässt sich das Endprodukt erahnen. Es sind zwar immer noch ganz ganz viele kleine oder auch größere Baustellen – aber ein Ende ist so langsam abzusehen. Es ist alles verdammt nah an der Visualisierung beblieben. Aber mit dem Unterschied, dass wir statt eines zweiflammigen Spirituskochers eine kleine Spüle und Platz für einen kleinen Gaskocher eingebaut haben. Fließend Wasser und auch Abwasser ist eine feine Sache. Habe es zumindest in den Pyrenähen vermisst. Das rumhantieren mit einem Wasserkanister und das Feuchtbiotop, dass unweigerlich um das Auto herum entsteht muss auf Dauer nicht unbedingt sein. Also gibt es jetzt eine Schublade mit Spüle im Rolladenschrank. Was jetzt noch fehlt ist die Innenverkleidung der Wände und Decke, ein Haufen Gebastel mit Holzleisten in Ecken und um die Dachluke, Strom und Wasser. Ach ja, unten fehlt auch noch die Verkleidung mit dünnem Holz.

Innen 1

By , March 10, 2010 2:01 pm

Da der Winter immer noch viel zu präsent ist um im Freien die Isolierung weiter zu verkleben, habe ich mich jetzt erstmal um die Möbel gekümmert. Möbel heisst zwei Sitzflächen/Klappen für den Stauraum und ein Schrank, der auf die rechte Seite kommt. Habe mich für 12 mm Birke Multiplex entschieden. Zum Teil weiss gerollt und die waagerechten Flächen dunkel gebeizt. Für die gebeizten Flächen habe ich anständig Lehrgeld zahlen müssen. Der erste Versuch mit Pulverbeize und Öl ging reichlich in die Hose (hätte ich mir auch denken können…). Also alles noch mal abschleifen, noch mal beizen und dann doch mit Bootslack lackieren. Hoffe nur, der stinkt nicht bis zum jüngsten Tag.
Der Rohling für die geteilte Bodenplatte ist auch fertig. Er besteht aus einer 8 mm starken Siebdruckplatte, die mit Parkett beklebt wurde. Die Kanten werden dann noch wasserdicht in Aluminium eingefasst. Zweiteilig, weil sie sich später ohne großen Aufwand auf das Niveau der Sitzflächen bringen lassen sollen um so eine Not-Liegefläche zu bilden, falls es mal zu windig für das Klappdach sein sollte.

Die Tür

By , February 11, 2010 1:13 pm

Die Tür ist jetzt (fast) fertig. Isoliert, innen verkleidet und mit neuer Anlenkung der Gasdruckdämpfer funktioniert sie jetzt ohne Macken. Sie schließt mit einem satten Schlag, bleibt durch die Federn geschlossen und das Schloss lässt sich einfach bedienen. Oben ist Türseitig ein Dichtgummi verklebt, das später noch am Türrahmen verklebt wird. Bei Regen und offener Tür sollte dann nichts mehr durch den Spalt tropfen.

Zwei Tage rückwärts gehen?

By , February 9, 2010 4:43 pm

Nachdem die Kiste jetzt auf vier Füßen steht Habe ich erstmal das Gerüst für den Innenausbau wieder herausgenommen und geändert. Hatte nämlich einen Denkfehler und die Verkleidung der Türe sowie die Gasdruckfeder auf der Schrankseite nicht mit einkalkuliert. Also Nieten noch mal rausgebohrt und das ganze Teil auf den Tisch der Kreissäge gelegt. Die beiden Enden sind jetzt entsprechend kürzer und bei der Gelegenheit habe ich gleich die obere mit der unteren Hälfte zusätzlich zur Nietverbindung noch verschweisst und mit der Auskleidung der Senkrechten Flächen mit Alu-Dipond begonnen.
Ein paar Tage drauf habe ich die Tür demontiert, isoliert und verkleidet. Denke gerade darüber nach, die Anlenkung der Gasdruckfedern ein wenig zu modifizieren. Die war irgendwie nicht so glücklich gewählt. Je weiter man die Tür schloss, desto stärker musste man sich dagegen stemmen.
Weniger schön ist, dass das Streusalz dem Alu bei genauerem Hinsehen doch zugesetzt hat. Das in Form von kleinen weissen Flecken. Mal schauen, was wir damit anstellen werden. Bei dieser peu à peu Zerlegung beschleicht mich gerade irgendwie das Gefühl rückwärts zu gehen. Morgen sollte aber alles wieder zusammengebaut sein. Dann kommen noch vier die Stahlseile für die Verspannung auf der Pritsche und zwei wohldimensionierte Verschlüsse für das Dach dran. Und dann müssen wir auch wärmeres Wetter zum Verkleben der Dämmung und auf den bestellten Verkleidungsstoff warten.

Vier Füße

By , January 29, 2010 2:02 pm

Seit gestern habe wir vier Stützen und können die Box auch mal wieder abnehmen. Ist eine denkbar einfache Lösung: Eine Aufnahme an 50mm Alu-Rohr geschweißt und vier Gerüstfüße sorgen für den Hub.
Jetzt könne wir sogar wieder ins Parkhaus 🙂

Gut geschlafen!

By , December 1, 2009 2:29 pm

Gut geschlafen haben wir in der ersten Nacht in der Kiste. Die Matratze war noch ein Provisorium – eine alte Latex-Matratze, schön bequem aber auch schön schwer. Da eigentlich noch (fast) nichts isoliert ist, war ich gespannt, ob und wie viel es wohl von der Decke tropfen wird. Zu meinem Erstaunen war am nächsten Morgen alles schön Trocken. Es muss draussen so um die acht Grad warm gewesen sein und drinnen ein wenig mehr.

Von innen

By , October 21, 2009 1:23 pm

Da die Kiste so langsam von aussen fertig wird, machen wir uns gerade Gedanken über den Innenausbau. Am Anfang hatte ich die Idee, alles nur als Hardtop zu realisieren und dann den Innenausbau in die Pritsche zu betten. Also nicht mit der Kiste verbinden. Es waren zwei Dinge, die uns von einer Absetztkabine abhielten. Erstens das höhere Gewicht und zweitens geht Stauraum verloren, weil der Boden um die Radkästen und die Verengung der Pritsche im Bereich der Klappe herum gebaut werden muss.
Der derzeitige Plan liegt irgendwo zwischen Absetztkabine und Hardtop. Wir werden die Möbel nun doch fest mit der Kabine verbinden aber das gesamte Volumen der Pritsche nutzen. Zum Einen ist diese Konstruktion leichter, zum Anderen ist so viel schneller alles von der Pritsche demontiert. Der Nachteil ist, dass man die Abgesetzte Kabine nicht betreten kann – das würde sie nicht aushalten. Ist für uns aber nicht weiter tragisch – hatten wir eh nicht vor.
Wir wollen eine Art U in Höhe der Pritsche machen, auf eine Seite werden Schränke gebaut, die andern beiden Seiten dienen als Stauraum und Sitzfläche. Der Boden wird aus zwei Teilen bestehen. Die Teile sollen sich dann getrennt anheben und auf zwei kleine Schienen legen lassen. So hätten sie dann das Niveau der Sitzfläche und wir könnten zu zweit auch bei geschlossenem Dach schlafen. Wenn es denn mal Stürmt oder man von aussen nicht unbedingt erraten können soll, das da jemand drin schläft.
Getragen werden soll das U von 30 mm Vierkant-Alurohr. Für die Sitzflächen sollte sich eine dünne Birke-Multiplex Platte eignen, für die mechanisch nicht so stark beanspruchten Flächen beschichtetes Pappel-Sperrholz. Farblich wird es eine Mischung aus glatten, hellen Flächen, dunklem Holz und grauen Wänden und Decke. Zur besseren Vorstellung habe ich das mal visualisiert.

Dünne Wände

By , October 14, 2009 8:08 pm

So zu drei viertel ist das Zelt jetzt montiert. Ganz vorn habe ich beim Nähen einen kleinen Fehler gemacht. Da muss ich noch mal ran. Alles in allem sitzt es gar nicht so schlecht. Die Seite die ich zu letzt montierte natürlich ein wenig besser als die, mit der ich begann.

Die Aufnahme für die Zeltstoffwand

By , October 12, 2009 3:03 pm

Um den Zeltstoff mit der Kiste zu verbinden mussten wir uns noch ein paar Detaillösungen einfallen lassen. Oben am Klappdach sollte das nicht sonderlich kompliziert werden. Den Stoff können wir da einfach innen mit einer Leiste festschrauben. Unten sieht das ein wenig anders aus. Der Stoff soll nicht nur fest sein – das Wasser muss auch nach aussen ablaufen. Also haben wir innen ein L-förmiges Profil verklebt. Ein passendes Profil habe ich nirgends finden können und so sägten wir es aus den Vollen. Ich stand ziemlich lange an der Kreissäge. In der Regel mache ich die Absaugung beim Sägen von Alu nicht an – fällt ja nicht so viel Span an. In der Regel. Bei den Profilen war das einwenig anders. Nach dem Sägen habe ich unglaubliche drei Eimer voll Aluspäne von Hand aus der Säge geschaufelt.
In die Profile kamen dann ganz viel Löscher mit M4 Gewinden und ein Velcroband wurde aufgeklebt. Der Stoff wird dann per Velcro fixiert, und mit einem dünnen aufgeschraubten Streifen Alublech gesichert.

Nähen und Fluchen

By , October 7, 2009 4:15 pm

Nach dreieinhalb Tagen Schneiden, Nähen, wieder Auftrennen, Fluchen, Kleben, in die Ecke Schmeissen, und noch mal Nähen ist die Zeltwand aus Airtex (fast) fertig. In Grau mit großen Fenstern mit Moskitonetzen auf jeder Seite. Das Material für die Montage an der Kiste ist auch schon weitgehend vorbereitet. Im Wohnzimmer sieht es aus, als wäre ein Überseecontainer mit Nähereiabfällen geplatzt. Neben sechs laufenden Metern Airtex verbrauchten wir noch eine unvorstellbare Menge an Klebeband (klebt auf Airtex nur marginal), Kaffee, Geschäumte Milch und 2 Flaschen spanischen Rotwein. Das Moskitonetz, das wir uns bestellt haben wanderte nach einer kurzen Begutachtung in den Mülleimer (der gerade überquillt) und ich opferte mein altes Moskitonetz, das ich bis jetzt beim Reisen gerne mal über das Bett hängte.
Als das Material für die Zeltwand ankam und vor mir im Wohnzimmer lag fühlte ich mich irgendwie an den Tag erinnert, an dem wir begonnen haben die Kiste zu bauen und vor einem Bündel Aluminium Vierkantrohren abends in der Werkstatt standen.
Bin jetzt sehr gespannt, wie glatt oder verkrumpelt es denn montiert aussehen wird.

Panorama Theme by Themocracy