Posts tagged: Dachluke

innen 3

By , November 3, 2010 3:46 pm

“Wir müssen mal wieder was schreiben!” Dieser Satz ist die letzten Tage nicht nur einmal bei uns gefallen. Nur den Fortschritt des Baus der Kabine ausschließlich in Textform zu dokumentieren finde ich dann doch etwas trocken. Also habe ich dass schöne Wetter der letzten Tage genutzt um ein paar Fotos zu schießen (glaube inzwischen, dass selbst ein Fischauge zu sehr Teleobjektiv ist, um in so einem kleinen Raum anständige Fotos zu schiessen).
Was wir zumindest innen nicht mehr brauchen werden sind Stirnlampen. Nach schier endloser Sucherei nach einer formschönen, kleinen und zugleich ausreichend hellen Lampe für den Innenraum, die selbstverständlich so gut wie keinen Storm verbrauchen soll, haben wir endlich etwas gefunden. Zwei LED´s mit jeweils knapp über fünf Watt Leistung auf sonnenförmigen Kühlkörpern aufgeklebt. Mindestens so hell wie eine 100 Watt Glühbirne – unter Umständen möchte ich auch mal anständig was sehen – und dimmbar für die Gemütlichkeit. Streng nach “from follows funktion” wirkt sie sehr technisch und minimal. Ab jetzt wir es nur noch Verschönerungsarbeiten an der Kabine geben. Funktionell ist jetzt alles fertig und auch ausgiebig getestet. Also so Sachen wie ein wenig Kork hier hin kleben, ein Leistchen da usw. Durch die Testerei bildet sich inzwischen schon so etwas wie eine Patina. Gebrachsspuren lassen sich nicht vermeiden. Haben aber die unschätzbar wichtige Aufgabe einem eine gewisse Gelassenheit beim Umgang mit der Kabine zu verleihen.

Unsere Kabine im Test…

By , April 22, 2010 12:02 am

Über Ostern waren wir die Kabine testen. Nach einem Werkstatt-Tag ging es nachts um halb eins mit unserem Rohbau los in Richtung Spanien! Nach ca. 17 Stunden Fahrt erreichten wir unser Zwischenziel – Sinsat sollte es werden, da man dort in den nördlichen Pyrenäen angeblich gut klettern könne. Wir erreichten unser Ziel, aber die ersten beiden Campingplätze, die wir angefahren haben, waren geschlossen. Beim dritten Campingplatz hatten wir Glück. Der hatte zwar auch offiziell zu, aber für verstreute Reisende in den Osterwochen eine Notlösung parat. Warmes Wasser und Toiletten mussten sich zwar beide Geschlechter teilen, aber für 8,10 EUR die Nacht war das schon absolut akzeptabel. Die erste Nacht auf der Reise war jedoch schrecklich. Ich war krank – Fieber & Husten -, es hatte max. 5°C und regnete in Strömen. So erkannten wir schon am ersten Tag die undichten Stellen am Zelt – klar, wir hatten ja noch keinen Nahtdichter auf den Nähten -, am Dach sowie in den hineren Ecken der Kabine. Nach einer unruhigen Nacht ging es am nächsten Tag bei Regen und Schneefall über die Pyrenäen. Die Nacht und das Wetter spiegelte auch unsere Stimmung wieder. Irgendwie habe ich mir den Anfang unseres Urlaubes anders vorgestellt.
Erst am dritten Tag wurde es ruhiger. Wir schlugen unser Quartier in Saderness auf. Ein Campingplatz, ein Hostal mit Bar und eine Kirche – mehr gab’s in Saderness nicht. Aber wir fühlten uns wohl, gingen Klettern, dichteten unser Nähte ab und bei den anderen undichten Stellen sollte Gewebeklebeband bis zu unserer Rückkehr aushelfen! Und, es sollte sich herausstellen, dass wir nun auch weiterem Regen trotzen konnten. So langsam gefiel mir dann auch das Leben in der Kiste. Und wir schliefen so gut wie lange nicht mehr.
Karfreitag zog es uns dann nach Barcelona, wo wir einen lieben Kletterkumpanen am Flughafen abholten. Es wartete auch unsere erste Nacht in einem “billigen” Hotel mit sehr gutem Restaurant auf uns. Danach waren wir um die Erkenntnis reicher, dass wir in Zukunft doch lieber im Auto schlafen, bevor wir in schmuddeligen Hotelzimmern und auf schlechten Matratzen nächtigen. Leider konnten wir erst am Abend des nächsten Tages wieder in die “Montsec”-Region nördlich von Lleida aufbrechen, da sich noch ein Überraschungsgast angekündigt hatte. Gegen 23:00 Uhr kamen wir dann nach einer abenteuerlichen Fahrt in einer der wohl schönsten Ecken Spaniens an. Der Campingplatz glich zwar eher einer brasilianischen Farvela, aber die sanitären Anlagen und auch der Besitzer waren absolut in Ordnung. Hungrig begannen wir das Abendessen vorzubereiten. Jörg ist nun Meister am Benzinkocher und zauberte wieder leckere Pasta, die wir gemütlich aneinandergekuschelt zu viert in unserer Kabine am Rolltisch einnahmen. Und, oh Wunder, vier Leute finden gut Platz zum Essen in der Kabine, und es war sogar angenehm warm, obwohl es draußen regnete und doch ziemlich frisch war. Allerdings war uns das Wetter die nächsten Tage doch wieder wohlgesonnen, und wir verbrachten drei schöne Tage in dieser traumhaften Natur. Dann hieß es schon wieder Abschiednehmen von unserem Überraschungsgast, da diese bereits nach nur drei Tagen zurück nach Deutschland musste. Wir fuhren über Lleida nach Cornudella de Montsants, wo wir bei unseren lieben Wirten Doña Maria und Don Pere ein Appartment bezogen. Auch wenn die Tage in unserem Kistchen sehr schön waren, habe ich mich doch wieder über den großzügig bemessenen Platz in unserem Appartment gefreut. Nach weiteren vier Tagen am Fuße des Montsants und in der Nähe von Siurana ging es schon wieder gen Heimat. Wir stoppten wieder in Cubelles, genossen die letzten richtigen Tapas vor der Heimat, setzten unseren Kletterkumpanen wieder in Barcelona ab und fuhren gen Frankreich. Um 3:30 Uhr nachts suchten wir uns einen netten Stellplatz an einer abgelegenen Straße und schliefen die letzte Nacht in unserem “neuen” zu Hause bei bestem Sternenhimmel. Am nächsten Morgen waren wir überrascht, wie genial doch dieser Stellplatz war. Nachdem wir uns weitere 10 Stunden über Nationalstraßen durch Frankreich quälten, führte uns das Navi noch zu einem netten Lokal in Rouffach im Elsass. Danach ging’s heim.
Die beiden Osterwochen waren ein gelungener Test für unseren Kabinen-Rohbau. Die undichten Stellen im Dach und an den Ecken sind bereits abgedichtet und auch die Schrankwand ist nun eine Woche danach eingebaut! Jetzt fehlt noch die weitere Inneneinrichtung und -verkleidung sowie die Elektrik. Aber das schaffen wir auch noch.

Regen

By , October 7, 2009 11:24 am

Regen

Nach dem annähernd perfektem Altweibersommer hat es mal wieder so richtig geregnet. Nicht wirklich schön – aber jetzt weiß ich endlich wie dicht das Dach oder besser die Dachluke ist.
Nun gut, sie ist fast gänzlich dicht. Ja ich weiß, klingt verdammt nach Marketing. In Wirklichkeit gibt es noch eine Stelle, wo das Wasser einen Weg nach innen findet. Zwar nur extrem wenig Wasser – aber eben Wasser und das innen. Das sollte aber nicht sonderlich schwierig in den Griff zu bekommen sein. Wenn ich das nächste mal mich und meine Umwelt mit Sika einsaue, lege ich noch zwei Fugen und dann sollte das Wasser keinen Weg mehr nach innen finden.
Wir sind übrigens gerade am Nähen der Zeltwände für das Klappdach. Ich entwickle gerade eine besondere Beziehung zu Reissverschlüssen – und es ist keine Liebesbeziehung!

Das Dach ist drauf

By , September 11, 2009 5:20 pm

Mit dem Dach, der Dachluke und der Heckklappe ist die Kabine nun von außen weitgehend fertig. Die Fertigung des Dachs selbst war super problemlos. Wir haben alles per Laser geschnitten und dann gekantet bekommen. Zu allem Überfluss auch noch die Ecken innen und außen richtig schön verschweißt.
Die Dachluke hingegen machte dann doch deutlich mehr Arbeit, als ich zunächst annahm. Insgesamt bastelte ich fast drei Tage an ihr rum. Gut, zwischendurch habe ich mich auch noch leicht vermessen und ein wenig für die Tonne gearbeitet. Jetzt bin ich erstmal auf den nächsten Regen gespannt – mal sehen, wo sich das Wasser überall seinen Weg nach innen bahnen wird. Als nächstes kommt die Aufnahme für den Zeltstoff dran. Und dann natürlich das größte Abenteuer der Bauphase: das Nähen …

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