Posts tagged: Zeltwände

Unsere Kabine im Test…

By , April 22, 2010 12:02 am

Über Ostern waren wir die Kabine testen. Nach einem Werkstatt-Tag ging es nachts um halb eins mit unserem Rohbau los in Richtung Spanien! Nach ca. 17 Stunden Fahrt erreichten wir unser Zwischenziel – Sinsat sollte es werden, da man dort in den nördlichen Pyrenäen angeblich gut klettern könne. Wir erreichten unser Ziel, aber die ersten beiden Campingplätze, die wir angefahren haben, waren geschlossen. Beim dritten Campingplatz hatten wir Glück. Der hatte zwar auch offiziell zu, aber für verstreute Reisende in den Osterwochen eine Notlösung parat. Warmes Wasser und Toiletten mussten sich zwar beide Geschlechter teilen, aber für 8,10 EUR die Nacht war das schon absolut akzeptabel. Die erste Nacht auf der Reise war jedoch schrecklich. Ich war krank – Fieber & Husten -, es hatte max. 5°C und regnete in Strömen. So erkannten wir schon am ersten Tag die undichten Stellen am Zelt – klar, wir hatten ja noch keinen Nahtdichter auf den Nähten -, am Dach sowie in den hineren Ecken der Kabine. Nach einer unruhigen Nacht ging es am nächsten Tag bei Regen und Schneefall über die Pyrenäen. Die Nacht und das Wetter spiegelte auch unsere Stimmung wieder. Irgendwie habe ich mir den Anfang unseres Urlaubes anders vorgestellt.
Erst am dritten Tag wurde es ruhiger. Wir schlugen unser Quartier in Saderness auf. Ein Campingplatz, ein Hostal mit Bar und eine Kirche – mehr gab’s in Saderness nicht. Aber wir fühlten uns wohl, gingen Klettern, dichteten unser Nähte ab und bei den anderen undichten Stellen sollte Gewebeklebeband bis zu unserer Rückkehr aushelfen! Und, es sollte sich herausstellen, dass wir nun auch weiterem Regen trotzen konnten. So langsam gefiel mir dann auch das Leben in der Kiste. Und wir schliefen so gut wie lange nicht mehr.
Karfreitag zog es uns dann nach Barcelona, wo wir einen lieben Kletterkumpanen am Flughafen abholten. Es wartete auch unsere erste Nacht in einem “billigen” Hotel mit sehr gutem Restaurant auf uns. Danach waren wir um die Erkenntnis reicher, dass wir in Zukunft doch lieber im Auto schlafen, bevor wir in schmuddeligen Hotelzimmern und auf schlechten Matratzen nächtigen. Leider konnten wir erst am Abend des nächsten Tages wieder in die “Montsec”-Region nördlich von Lleida aufbrechen, da sich noch ein Überraschungsgast angekündigt hatte. Gegen 23:00 Uhr kamen wir dann nach einer abenteuerlichen Fahrt in einer der wohl schönsten Ecken Spaniens an. Der Campingplatz glich zwar eher einer brasilianischen Farvela, aber die sanitären Anlagen und auch der Besitzer waren absolut in Ordnung. Hungrig begannen wir das Abendessen vorzubereiten. Jörg ist nun Meister am Benzinkocher und zauberte wieder leckere Pasta, die wir gemütlich aneinandergekuschelt zu viert in unserer Kabine am Rolltisch einnahmen. Und, oh Wunder, vier Leute finden gut Platz zum Essen in der Kabine, und es war sogar angenehm warm, obwohl es draußen regnete und doch ziemlich frisch war. Allerdings war uns das Wetter die nächsten Tage doch wieder wohlgesonnen, und wir verbrachten drei schöne Tage in dieser traumhaften Natur. Dann hieß es schon wieder Abschiednehmen von unserem Überraschungsgast, da diese bereits nach nur drei Tagen zurück nach Deutschland musste. Wir fuhren über Lleida nach Cornudella de Montsants, wo wir bei unseren lieben Wirten Doña Maria und Don Pere ein Appartment bezogen. Auch wenn die Tage in unserem Kistchen sehr schön waren, habe ich mich doch wieder über den großzügig bemessenen Platz in unserem Appartment gefreut. Nach weiteren vier Tagen am Fuße des Montsants und in der Nähe von Siurana ging es schon wieder gen Heimat. Wir stoppten wieder in Cubelles, genossen die letzten richtigen Tapas vor der Heimat, setzten unseren Kletterkumpanen wieder in Barcelona ab und fuhren gen Frankreich. Um 3:30 Uhr nachts suchten wir uns einen netten Stellplatz an einer abgelegenen Straße und schliefen die letzte Nacht in unserem “neuen” zu Hause bei bestem Sternenhimmel. Am nächsten Morgen waren wir überrascht, wie genial doch dieser Stellplatz war. Nachdem wir uns weitere 10 Stunden über Nationalstraßen durch Frankreich quälten, führte uns das Navi noch zu einem netten Lokal in Rouffach im Elsass. Danach ging’s heim.
Die beiden Osterwochen waren ein gelungener Test für unseren Kabinen-Rohbau. Die undichten Stellen im Dach und an den Ecken sind bereits abgedichtet und auch die Schrankwand ist nun eine Woche danach eingebaut! Jetzt fehlt noch die weitere Inneneinrichtung und -verkleidung sowie die Elektrik. Aber das schaffen wir auch noch.

Dünne Wände

By , October 14, 2009 8:08 pm

So zu drei viertel ist das Zelt jetzt montiert. Ganz vorn habe ich beim Nähen einen kleinen Fehler gemacht. Da muss ich noch mal ran. Alles in allem sitzt es gar nicht so schlecht. Die Seite die ich zu letzt montierte natürlich ein wenig besser als die, mit der ich begann.

Die Aufnahme für die Zeltstoffwand

By , October 12, 2009 3:03 pm

Um den Zeltstoff mit der Kiste zu verbinden mussten wir uns noch ein paar Detaillösungen einfallen lassen. Oben am Klappdach sollte das nicht sonderlich kompliziert werden. Den Stoff können wir da einfach innen mit einer Leiste festschrauben. Unten sieht das ein wenig anders aus. Der Stoff soll nicht nur fest sein – das Wasser muss auch nach aussen ablaufen. Also haben wir innen ein L-förmiges Profil verklebt. Ein passendes Profil habe ich nirgends finden können und so sägten wir es aus den Vollen. Ich stand ziemlich lange an der Kreissäge. In der Regel mache ich die Absaugung beim Sägen von Alu nicht an – fällt ja nicht so viel Span an. In der Regel. Bei den Profilen war das einwenig anders. Nach dem Sägen habe ich unglaubliche drei Eimer voll Aluspäne von Hand aus der Säge geschaufelt.
In die Profile kamen dann ganz viel Löscher mit M4 Gewinden und ein Velcroband wurde aufgeklebt. Der Stoff wird dann per Velcro fixiert, und mit einem dünnen aufgeschraubten Streifen Alublech gesichert.

Nähen und Fluchen

By , October 7, 2009 4:15 pm

Nach dreieinhalb Tagen Schneiden, Nähen, wieder Auftrennen, Fluchen, Kleben, in die Ecke Schmeissen, und noch mal Nähen ist die Zeltwand aus Airtex (fast) fertig. In Grau mit großen Fenstern mit Moskitonetzen auf jeder Seite. Das Material für die Montage an der Kiste ist auch schon weitgehend vorbereitet. Im Wohnzimmer sieht es aus, als wäre ein Überseecontainer mit Nähereiabfällen geplatzt. Neben sechs laufenden Metern Airtex verbrauchten wir noch eine unvorstellbare Menge an Klebeband (klebt auf Airtex nur marginal), Kaffee, Geschäumte Milch und 2 Flaschen spanischen Rotwein. Das Moskitonetz, das wir uns bestellt haben wanderte nach einer kurzen Begutachtung in den Mülleimer (der gerade überquillt) und ich opferte mein altes Moskitonetz, das ich bis jetzt beim Reisen gerne mal über das Bett hängte.
Als das Material für die Zeltwand ankam und vor mir im Wohnzimmer lag fühlte ich mich irgendwie an den Tag erinnert, an dem wir begonnen haben die Kiste zu bauen und vor einem Bündel Aluminium Vierkantrohren abends in der Werkstatt standen.
Bin jetzt sehr gespannt, wie glatt oder verkrumpelt es denn montiert aussehen wird.

Regen

By , October 7, 2009 11:24 am

Regen

Nach dem annähernd perfektem Altweibersommer hat es mal wieder so richtig geregnet. Nicht wirklich schön – aber jetzt weiß ich endlich wie dicht das Dach oder besser die Dachluke ist.
Nun gut, sie ist fast gänzlich dicht. Ja ich weiß, klingt verdammt nach Marketing. In Wirklichkeit gibt es noch eine Stelle, wo das Wasser einen Weg nach innen findet. Zwar nur extrem wenig Wasser – aber eben Wasser und das innen. Das sollte aber nicht sonderlich schwierig in den Griff zu bekommen sein. Wenn ich das nächste mal mich und meine Umwelt mit Sika einsaue, lege ich noch zwei Fugen und dann sollte das Wasser keinen Weg mehr nach innen finden.
Wir sind übrigens gerade am Nähen der Zeltwände für das Klappdach. Ich entwickle gerade eine besondere Beziehung zu Reissverschlüssen – und es ist keine Liebesbeziehung!

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